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Mitgliederversammlung

zu Verkehrsplanungen in der Region

In einer Mitgliederversammlung befasste sich der CDU-Stadtverband mit verschiedenen Großprojekten in der Region. Gast war Thomas Dörflinger MdB.

Zunächst kam die A 98 zur Sprache. Dipl. Ing. Siegfried Tröndle stellte hierzu seine neuen Überlegungen zur Röthekopfvariante vor. Diese sollte gegenüber der bisherigen Planung ca. 15 m tiefer gelegt werden, denn dann könnte die Zerstörung des Schöpfebachtals vermeiden werden, weil die A 98 dann nicht mehr offen, sondern in einem Tunnel verlaufen würde. Außerdem würden die Dammhöhen östlich der Wehrtalbrücke und beim Zubringer zur B 34 deutlich niedriger ausfallen, dadurch könnten wertvolle Flächen geschont werden.
Aus seiner Sicht kann aufgrund der geringsten Eingriffe in das Grund-, Trink- und Heilwasser sowie in die Umwelt, den Verkehr und das Umfeld der Menschen nur die Röthkopfvariante verwirklicht werden. Für ihn sei die Trassendiskussion beendet. „Ohne die Bergtrasse gibt es keine A 98 und damit keine Entlastung entlang der B34“, so Tröndle.

Dr. Rainer Kaskel führte weiter aus, dass die Planungen für die A 98 und das Pumpspeicherwerk zwingend aufeinander abgestimmt werden müssen. Dies wurde im Übrigen von allen 20 anwesenden Mitgliedern so gesehen. Sonst gäbe es durch das Haselbecken möglicherweise Zwangspunkte, die eine für Bad Säckingen akzeptable Autobahntrasse verhindern würden. Man müsse auf den Bund, das Land und das Regierungspräsidium entsprechend einwirken, bat er Thomas Dörflinger.

Thomas Dörflinger erläuterte in seinen Ausführungen, dass Baden-Württemberg die meisten umsetzungsreifen Planungen habe. Daraus wäre folgerichtig abzuleiten, dass es auch die meisten Mittel im Straßenbau erhalten müsste.
Grundsätzlich sei der Baufortschritt der A 98 von Westen nach Osten richtig. Dies müsse allerdings dann überdacht werden, wenn es im Bereich Karsau/Wehr erhebliche Verzögerungen gäbe. Die zu fällenden Entscheidungen dürften nicht nur nach finanziellen Gesichtspunkten getroffen werden.
Die Ausführungen von Herrn Tröndle zu einer tiefer gelegten Röthekopfvariante würde er beim Regierungspräsidium unterstützen.
Zunächst sei zu prüfen, ob die Planfeststellungen für die A 98 und das Haselbecken parallel laufen müssen oder ob für eine Abstimmung auch abgespeckte Unterlagen für die A 98 ausreichen würden.

Zum Bypass der Bahn führte Thomas Dörflinger aus, dass er die geplante Elektrifizierung der Hochrheinstrecke grundsätzlich begrüße, er warnte aber davor, dass dadurch der Bypass „durch die Hintertür“ kommen könne. Hier müsse die Region aufpassen.

Das Pumpspeicherwerk tue der Region gut, wenngleich der Eingriff in Natur und Landschaft riesig sei. Seiner Ansicht nach sind die Chancen größer als die Risiken.

In der anschließenden Diskussion unterstrich Michael Maier als Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat nochmals die Forderung, dass die beiden Großplanungen zwingend miteinander abzustimmen seien.
Sein Stellvertreter, Clemens Pfeiffer, wunderte sich, dass die Autobahn dort gebaut würde, wo vergleichsweise weniger Menschen leben als in Bad Säckingen und hier nicht absehbar sei, wann eine Entlastung kommt.
Schließlich bot sich Thomas Dörflinger an, einen Termin mit Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner zu ermöglichen, damit Bad Säckingen die Probleme direkt vortragen könne.


Text und Bilder: Klaus-Konrad Umbreit


Thomas Dörflinger MdB (links) und der Vorsitzende Rüdiger Leykum.


Siegfried Tröndle (stehend) und Dr. Rainer Kaskel bei ihrer Präsentation.


Die drei Varianten bei Bad Säckingen.


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 aktualisiert 14.08.10